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"Neue Wege bei der Betreuung von Patienten mit Demenz", Cornelus Siero, Pflegedienstleitung und Projektkoordinator, Krankenhaus Lübbecke

Die Grundlage des Projektes „Doppelt hilft besser bei Demenz“ ist ein von der regionalen Alzheimergesellschaft Leben mit Demenz e.V. vorgelegter Forderungskatalog und eine Angehörigenbefragung über die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz in den Krankenhäusern des Kreises Minden-Lübbecke aus Sicht der Angehörigen.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch Vorstandsvertreter/-innen von Leben mit Demenz – Alzheimergesellschaft Kreis Minden-Lübbecke e.V. und der Betriebsleitung des Krankenhauses Lübbecke. Die eingesetzte Facharbeitsgruppe, bestehend aus Angehörigenvertreter/-innen sowie Ärzten/-innen, Pflegenden und Sozialarbeiterin des Krankenhauses Lübbecke, hat das Projekt konzeptioniert, sodass die Projektumsetzung im Januar 2009 für eine internistische und eine chirurgische Modellstation beginnen konnte. Die Projektphase soll Ende 2010 abgeschlossen sein. Das Projekt richtet sich an Patienten mit der Nebendiagnose Demenz, die ambulant versorgt werden und deren Angehörigen sich zur Teilnahme am Projekt bereit erklären.

Im Projekt werden vier Schwerpunkte bearbeitet:

1. Angehörigenbeteiligung: Angehörige werden – soweit es ihnen möglich ist – in die Krankenhausversorgung eingebunden. Das kann von einer stundenweisen Anwesenheit und Unterstützung bis hin zum „Rooming in“ reichen.

2. Schulung für die Mitarbeiter: Alle Mitarbeiter der Modellstationen wurden speziell in der Versorgung von Patienten mit einer Demenz geschult. Einigen wurde eine Hospitation in Krankenhäusern mit einer demenzsensiblen Versorgung ermöglicht.

3. Aufnahmesteuerung: Patienten mit einer Demenz erhalten nur die notwendigsten Untersuchungen in der Akutambulanz und werden dann unmittelbar auf der versorgenden Station weiter behandelt.

4. Parallele Diagnostik und Therapie von chirurgisch/internistischer Erkrankung und Demenz: Neben der Behandlung akuten Erkrankung wird dem Verdacht auf einen demenzielle Erkrankung mittels eines pflegerischen Assessments nachgegangen.

Wissenschaftlich begleitet wird das von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung Köln (dip).

 

Interview Demenz im Krankenhaus
YouTube Beitrag vom 08.10.2013 Blickwechsel Demenz. NRW. Förderung der Umsetzung demenzsensibler Versorgungsprojekte im Krankenhaus [Mehr]


 
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