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"Beispiele aus dem Krankenhausalltag", Anja Wordel, Qualitätsmanagement, Ev. Krankenhaus Unna

Patienten, die wegen einer Erkrankung oder Verletzung im EK Unna behandelt werden und darüber hinaus unter Demenz leiden, können sich bei uns sicher und geborgen fühlen. Wir haben speziell für diese Gruppe ein Versorgungskonzept mit eigener Station entwickelt.

Patienten mit Gedächtnisverlust leiden häufig unter starker Unruhe, reagieren verwirrt auf eine ungewohnte Umgebung, haben einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus und leiden häufig unter Angstzuständen. Was den Patienten Halt und Ruhe gibt, ist ein strukturierter Alltag, der auf ihre Gewohnheiten Rücksicht nimmt – beispielsweise in Bezug auf Schlaf, Ernährung, Aktivitäten und Kommunikation.

Bei der Aufnahme auf die Station führen die Pflegekräfte deshalb ein besonders ausführliches Gespräch mit den Bezugspersonen. Die Mitarbeiter wurden auf die neue Situation intensiv vorbereitet. Sie sind speziell geschult, um mit den Verhaltensauffälligkeiten demenzkranker Patienten umzugehen. Ergo- und Psychotherapeuten und ein Sheltiehund (Stichwort tiergestützte Humanpflege!) bereichern das Pflegeteam. Um diese bewohnerzentrierte Pflege anbieten zu können, arbeiten wir eng mit Ehrenamtlichen zusammen. Die medizinische Versorgung läuft wie bei allen anderen Patienten: Die Patienten auf der neuen Station werden nach individueller Diagnose und individuellem Bedarf von den Ärzten der jeweiligen Fachabteilung behandelt.

Für die Zukunft wünsche ich mir einen weiteren Geriater, eine Primary Nursing und mehr Geld für die räumliche Gestaltung der Station.

 

Interview Demenz im Krankenhaus
YouTube Beitrag vom 08.10.2013 Blickwechsel Demenz. NRW. Förderung der Umsetzung demenzsensibler Versorgungsprojekte im Krankenhaus [Mehr]


 
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