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Beratungsscheck

Die Beteiligten

Die Beteiligten

Abgestimmte Hilfe durch gezielte Pflegeberatung – In Herdecke wird nun flächendeckend der neue „Herdecker Beratungsscheck“ eingeführt

„Menschen mit Demenz in der Region Herdecke erhalten eine bedarfsgerechte,
sektorenübergreifende, gesundheitliche Versorgung in geteilter Verantwortung aller Beteiligten“ – so beschreibt der Info-Flyer des Projekts „Blickwechsel Demenz. Regional.“ die Vision , durch die künftig Patientinnen und Patienten mit einer Demenz eine integrierte und vernetzte Versorgung in der Region Herdecke erhalten sollen.

Ausgehend von diesem Projekt, das von der GSP – Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH, Wuppertal, in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und der Modell Herdecke Plus – Integrierte Gesundheitsversorgung AG durchgeführt wird, wurde nun ein neuer Beratungsscheck für Demenzkranke oder andere Pflegebedürftige eingeführt. Der Beratungsscheck hat das Ziel, dass Hilfesuchende möglichst mühelos an das für sie richtige Beratungsangebot kommen – und zwar ohne sich erst durch viele Telefonate von Beratungsstelle zu Beratungsstelle hangeln zu müssen.

Dass gerade in Herdecke dieses neue Konzept in einer zweimonatigen Pilotphase (März-Mai) von drei Hausarztpraxen, zwei Pflegediensten und der Pflegeüberleitung des Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke getestet wurde, ist kein Zufall: Schließlich will sich die Stadt Herdecke – die Stadt mit dem höchsten Altersdurchschnitt in NRW – mit ihren Bürgerinnen und Bürgern und den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege, der Polizei, den Rettungsdiensten und anderen der Herausforderung des demografischen Wandels stellen und eine gezielte Pflegeberatung ermöglichen, die ganz auf die individuellen Bedürfnisse eingeht. Dabei geht es neben der Gesundheitsversorgung auch um weitestgehenden Erhalt an Teilhabe des alltäglichen Lebens, um Lebensqualität und Optimierung von Wohn- und Lebenssituationen.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, deshalb kann das Vorhaben nun auf ganz Herdecke ausgeweitet werden. In der Praxis sieht das so aus: Von den MitarbeiterInnen der beteiligten Einrichtungen (z.B. die Arztpraxen oder Pflegedienste) wird den Hilfesuchenden oder deren Angehörige der Beratungsscheck in Form eines erklärenden Fragebogens ausgehändigt. Durch einfaches Ankreuzen wird deutlich, dass z. B. Fragen zur pflegerischen Versorgung, zur Pflegeversicherung, Hilfsmitteln und Anpassungen des Wohnraums oder zur rechtlichen Vorsorge bestehen und hier Beratungsbedarf nötig ist. Die MitarbeiterInnen der Arztpraxen, Pflegedienste oder dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke können den ausgefüllten Beratungscheck entgegennehmen, um ihn an die Pflegeberatung der Stadt Herdecke direkt weiterzuleiten. Deren Mitarbeiterinnen kontaktieren dann die Ratsuchenden und unterstützen sie in ihren Anliegen. Voraussetzung dafür ist das im Beratungsscheck erklärte Einverständnis, ohne die eine Datenübermittlung nicht zulässig ist. Sie kann jederzeit ohne Angaben von Gründen zurückgenommen werden.

Ratsuchende können sich auch direkt bei der Pflegeberatung Stadt Herdecke, Bahnhofstr. 2, Frau Birgit Krause und Frau Hannelore Tilke melden, Telefon: 02330 - 611286. Am 10. Juni 2010 wird sich das Team der Pflegeberatung auf dem Herdecker Wochenmarkt an einem Stand vorstellen. Mit dabei ist dann auch Sandra Bachmann, Pflegewissenschaftlerin, von der GSP – Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH, Wuppertal, die als eine der Autorinnen dieses Projekt mitentwickelte.

Pressemitteilung des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke
28. Mai 2010

PM als Download

 

Interview Demenz im Krankenhaus
YouTube Beitrag vom 08.10.2013 Blickwechsel Demenz. NRW. Förderung der Umsetzung demenzsensibler Versorgungsprojekte im Krankenhaus [Mehr]


 
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